Glücklich in St. Georg – Gianna Possehl

Gianna Possehl barca
Heute geht es weiter mit der Frage, wer hier eigentlich so wohnt: zum Beispiel Gianna Possehl, 20099 Hamburg St. Georg. Wir trafen uns auf dem barca Steg – direkt am Wasser und nur ein paar Minuten von Zuhause:

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Gianna Possehl, Mutter von drei großartigen Jungs. Mit tollem Au Pair und dem besten Mann der Welt habe ich gesamt 5 Männer im Haus. Ich bin Inhaberin einer Beratungsagentur für Führungskultur, Kommunikation und Changebegleitung – wir unterstützen Unternehmen,  Menschen und Marken darin ihre Stärken zu erkennen und erfolgreich einzusetzen. 

Seit wann wohnst du in St. Georg und was hat dich hergebracht?

Mitte der 90er Jahre hat mich mein damaliger Job von Köln nach Hamburg gebracht. Ich war sehr dankbar für diese Option, denn Hamburg war schon damals meine Lieblingsstadt. Meine erste Wohnung war in St. Georg in der Lindenstraße, die ich mir mit einer Freundin geteilt habe. Drei Jahre später ging sie zurück nach Köln und ich bin nach St. Pauli gezogen. Es folgten die Stationen Eppendorf (seeeehr kurzes Intermezzo), Altona und Eimsbüttel, bevor es 2003 endlich zurück nach St. Georg ging. Wir wollten damals (mit einem Kind) eine Wohnung kaufen. Alle Makler rieten uns zu einem netten Häuschen in den Vororten – wir wollten unbedingt nach St. Georg. Als dann eine Wohnung in dem Haus, von dem wir schon länger träumten frei wurde, war klar: das wird das Zuhause für unsere Familie! Es war die richtige Entscheidung – wir sind hier sehr glücklich!

Was magst du hier und auf was könntest du gut verzichten?

Ich mag eigentlich alles an St. Georg! Ich mag das dörfliche Gefühl und dennoch mitten drin zu sein. Ich mag die Vielfalt von Kulturen und Religionen in den Kitas und in den Schulklassen, ich mag, dass sich die ganze Welt hier spiegelt und meine Kinder das alles erleben können. Ich glaube, St. Georg sorgt für viel Offenheit im Kopf und bereitet gut auf das Leben vor.

Das Einzige worauf ich gut verzichten könnte sind die Berge der rosa und gelben Müllsäcke – versenkbare Müllcontainer, dort wo Platz ist und Mülltonnen nicht im Haus gelagert werden können wären schöner und würden weniger stinken.

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Lieblingsplatz in der Küche – Foto: Rieka Anscheit

Was ist für dich St. Georg und wo ist dein Lieblingsplatz?

St. Georg ist für mich Schmelztiegel der Welt, Bandbreite und Vielfalt, Kontrast und Harmonie in einem. Es ist das Zuhause meiner Kinder, hier sind ihre Wurzeln. 

Es gibt viele Lieblingsplätze und viele Lieblingswege: der Weg von unserer Wohnung über die Lange Reihe bis zur Kita in der Stiftstraße – wie oft wir den in 10 Jahre wohl gegangen sind! Freitags beim Kiosk in der Danziger Straße Süßigkeiten kaufen – ein schönes Ritual. Das Cox, in dem ich seit über 20 Jahren immer lecker gegessen habe, das Mutterland, in dem der Älteste grade sein Schulpraktikum macht. Im Sommer auf dem barca-Steg einen Burger essen und eine Runde Boot fahren, Weihnachtstee am 24.12. im Hotel Atlantic bevor der Kindergottesdienst in der Erlöserkirche losgeht.

Und wenn ich ganz ehrlich bin: mein Lieblingsplatz in St. Georg ist unser Zuhause. Insbesondere unsere Küche: Aus dem einen Küchenfenster schauen wir aufs Pacific Haus, aus dem anderen auf das Hotel Atlantic. Unsere Küche ist Cap Horn.

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