Was sich so tut im Viertel

Nichts da mit Sommerpause – in St. Georg kommt und geht wieder so einiges. Hier ein kleiner Überblick:

Das Bistro Avanti Speisen in der Langen Reihe 3 hat bereits vor Wochen nach ganz kurzer Öffnungszeit wieder dicht gemacht – „personelle Gründe“ seien die Ursache. Etwas komplexer ist die Lage wohl im Restaurant Kobe, bei dem am 10. August Feierabend ist. Fleischliebhaber können in der Schmilinskystraße 19 am Samstag das letzte Mal allerfeinste Steaks genießen. Nach über 3 Jahren in St. Georg wird nun über einen neuen Standort nachgedacht.

Avanti St Georg Kobe-Restaurant-St-Georg Kantine Schauspielhaus

Einen Wechsel gibt es auch im Schauspielhaus zu vermelden: dort übernimmt die Firma Tomori die Kantine, baut derzeit um und renoviert und bietet ab 12. August täglich von 11.30 bis 15 Uhr wieder einen Mittagstisch an.

In der Gurlittstraße wird in der Waschküche ca. 2 Monate lang renoviert, deshalb wird die Wäsche vorübergehend in der Bremer Reihe 22 angenommen.

Waschküche St Georg

Zu Nahkauf und Budni wurde schon lange spekuliert und besonders auf Facebook reichlich kommentiert – vor allem nachdem die 509 qm Fläche in der Langen Reihe 42 bei Immobilienscout erschien. Überrascht hat dabei, dass die Objektart mit „Barbetrieb / Lounge“ angegeben wird – obwohl doch keine weitere Gastronomie auf der Langen Reihe entstehen soll.

Nahkauf Lange Reihe

Nun werden am 7.9. bei Nahkauf die Lichter ausgemacht und die Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen. Das Ladenlokal übernimmt Budni, der somit ca. 200m weiter Richtung Hauptbahnhof zieht und dort etwa Ende September neu eröffnet. Als Trost für alle Anwohner, die sich bislang im Nahkauf verpflegt haben: die wesentlich größere Ladenfläche wird dann auch ein größeres Sortiment an  Lebensmitteln bieten, z.B. von Alnatura.

budnikowsky Lange Reihe

Andererseits: wie soll denn der tolle neue Edeka Niemerszein überleben, wenn es dort nicht mal ein bisschen belebter wird? Alle jubeln, aber kaum einer kauft ein – oder wirkt es dort nur so leer, weil der Markt so groß ist?

In der Langen Reihe 54 schließen nun auch die Wein Welten zum 17. August die Türen, so dass die Weinversorgung an dieser Stelle versiegt.

WeinWeltenPrompt kommt jedoch die Weinlesebar wieder zurück nach St. Georg: Ende vergangenen Jahres nach Ottensen abgewandert, wendet sich Sommelier Ulf Oehlschlägel wieder seinem Lieblingsstadtteil St. Georg zu. Ab sofort lässt sich im Café lohas die Liebe zum Kaffee mit der Liebe zum Wein verbinden: ab Montag, 12. August startet dort der Weinverkauf. Passend zum Konzept von lohas (Qualität, nachhaltige Wirtschaft und ökologischer Gesamtanspruch) ergänzt ein passendes Sortiment ausgesuchter Weine – klein, aber fein.

Weinlesebar lohas Ulf Oehlschlägel

Weinverkauf gibt es während der üblichen Öffnungszeiten von lohas (Mo – Fr von 8 – 19 Uhr, Sa von 10 – 19 Uhr), persönliche Weinberatung donnerstags und freitags von 16 – 22 Uhr, ab 24. August auch jeden Samstag. Auch Ulfs beliebt-berüchtigte Weinabende  und Weinproben sind wieder im Progamm – na dann, welcome back!

9 Kommentare zu Was sich so tut im Viertel

  1. …und noch ein weiteres -jedoch aus erster Hand stammendes- Gerücht bezüglich des Nahkauf Auszugs und Budni Einzugs am Anfang der Langen Reihe:

    Die Budni – Expansionsabteilung soll dem Vermieter des bisherigen Nahkauf Ladens ein weit höheres Mietangebot für die Ladeneinheit unterbreitet haben, als Herr Nahkauf – Tarhan gezahlt hatte und auch bereit gewesen wäre zukünftig zu zahlen. Daraufhin wurde mit Budni ein neuer Mietvertrag geschlossen. Hätte dann also nichts mit Edel – Niemerszein zu tun.

    Falls das so stimmen sollte: Vielen Dank Budni, dass ihr jetzt doppelt in der Langen Reihe vorhanden seid, dafür aber die Nahversorgung mit Lebensmitteln in diesem Teil der Langen Reihe fehlt. Und ein triftiger Grund, Budni zukünftig links liegen zu lassen.

  2. In den Budni kommt angeblich ein Blume 2000.

  3. Also ums Kobe bin ich nicht traurig. Einerseits hab ich zu solchen Preisen keine Lust mir mein Fleisch auch noch selbst zu braten. Andererseits können die Betreiber ja jetzt in zweiter Reihe die Strasse am neuen Standort zuparken.

  4. Die Alternative zu Ede ist und bleibt (leider dann aber ohne Nahkauf) der Steindamm mit Lidl oder dem sehr „gewöhnungsbedürftigen“ Penny…

    Und was passiert mit dem „alten“ Budniladen?

  5. Ich finde es ja immer noch sehr suspekt, dass der „nahkauf“ aus der Langen Reihe verschwindet, obwohl er ja gutbesucht war und den ansässigen Bewohnern die einzige Möglichkeit gab preisgünstig einzukaufen ohne einen Umweg bis zum Steindamm zu machen. Es scheint also nur umso merkwürdiger, dass ein wahrscheinlich gut umsatzmachender Supermarkt dann den Stadtteil verlässt, als ein Edeka einzieht, welcher wohl kaum Konkurrenz zum anderen Supermarkt bietet, wenn man sich die gähnende Leere im Inneren des Edekas betrachtet. Somit wurde man als Käufer quasi schachmatt gesetz und ist jetzt gezwungen sich den übertriebenen Preisen von Edeka zu unterwerfen.
    Für mich klingt das nicht mehr nach Zufall, sondern nach taktischer Gentrifizierung schlechthin. Kommt zwar sehr einer Verschwörungstheorie nahe, aber man kann doch annehmen, dass sich ein Bund mehrerer Immobilieneigentümer, Geschäftsunternehmer und Politiker zusammengetan hat, um in ihrem Sinne eine Umgestaltung des Stadtteils zu erzwingen. Ich finde es absolut denkbar, wenn man in Anbetracht zieht, dass jetzt sogar Tee zum schickimicki-Produkt gemacht wurde, Supermärkte in absoulut friedlicher Lage jetzt auch noch Türsteher besitzen, ein Neubau dem nächsten folgt oder dass die ganzen dauerbetrunkenen Gestalten des Hansaplatzes in den China-Imbiss abgeschoben wurden. Es fehlt also quasi nur noch dass alle Gebäude von der Langen Reihe bis zu Berliner Tor als Baufällig begutachtet werden und durch einen neuen Golfplatz ersetzt werden. Dann hat sich der Stadteil aber zu Grunde modernisiert.

  6. Danke für die Zusammenfassung. Im Laufe der Zeit haben sich übrigens noch ein paar Änderungen ergeben:

    – Witty Knitters hat sich in der Langen Reihe eingenistet
    – in dem schon etwas länger leerstehenden Laden neben dem Butterfahrtengeschäft (ich glaube, da gab es mal Balkanspezialitäten zu kaufen) kommt ein Reisebüro. Der Zettel am Fenster deutet darauf hin.
    – das Brillengeschäft neben Frau Möller ist ausgezogen.

    • Hallo Markus,
      danke für die Infos. Über WittyKnitters hatte der Blog ja bereits im März berichtet. Mal sehen, was dort Ende des Monats geschieht, wenn nach Umbau wieder geöffnet wird.
      Ja, stimmt, zu loverslane hatte es keine Notiz gegeben – so still und unbemerkt, wie sie dort verschwunden sind 😉
      Und zu Branko Vnuk’s Laden (Balkan Magazin) habe ich noch keine Info – da schau ich mal auf den Zettel!

      Gruß
      Angela

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  1. Das Jahr 2013 in St. Georg: so war es.

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