Ladenraten und Gentrifidingsbums

 

Heute ein kleiner Rundumschlag zum Thema Ladenraten.

Mieterwechsel: In der Langen Reihe 25 wird nach dem Verschwinden des Märklin-Ladens (Modellbau Schellhaß) eifrig renoviert. Auch die gefährliche Liebschaft „Liaison dangereuse“ in der Langen Reihe 47 ist beendet: der kleine Laden für verführerische Unterwäsche steht für andere aufregende Geschäftsideen zur Verfügung – etwa ein Schuhgeschäft?

Mit Spannung erwartet: Everest in der Langen Reihe 48 kündigt seine Wiedereröffnung nach Renovierung für den 13. Oktober an, während das Kaufhaus Hamburg im ehemaligen Kräuterhaus Lange Reihe 70 „Eröffnung im Spätsommer 2012“ plakatiert hat.

Renovierung startet: Der ehemalige Tabak-Shop an der Ecke Stralsunder Straße / Hansaplatz 1 ist inzwischen von einem Bauzaun umgeben. Auch dort wird sicher etwas Schickes entstehen, ähnlich wie ein paar Meter weiter im gleichen Haus:

Vorher 

Nachher

Aus Hollywood Spielhalle und Rubin Bar wurde eine Gastromiefläche mit großen Fenstern. Was dort künftig verzehrt wird, bleibt abzuwarten. Ein Inder munkelte der Buschfunk, aber genaues weiß man nicht. Warum nicht mal ein vegetarisches Restaurant?

Am vergangenen Donnerstag sah es vor diesem Haus allerdings so aus, denn dort hat bekannterweise die Firma Jendrusch-Immobilien ihren Sitz:

Der Einwohnerverein hatte zur Demo aufgerufen und gut 120 Leute kamen. Anwohner, Künstler und alle Berufenen präsentierten ihre Meinung zum Thema Jendrusch Immobilien und den Umgang mit Mieter Buchhandlung Wohlers, Ivo Theele dichtete über  „Gentrifidingsbums“ und Peggy Parnass hielt eine sehr coole Rede darüber, „warum wir Herrn Jendrusch nicht mögen“.

Es bleibt also spannend in unserem Lieblingsstadtteil. Aktuelle Informationen zu den neuen Geschäften sind immer sehr willkommen, am besten gleich als Kommentar posten.

2 Kommentare zu Ladenraten und Gentrifidingsbums

  1. Ich hab noch ein paar ‚heiße Infos‘ zu den fastastischen Veränderungen hier im Viertel: Im ehemaligen Modelleisenbahnladen kommt… surprise, surprise! … ein Café rein! Wow! Und bei der Buchhandlung Wohlers läuft es wohl auf …. Überraschung! …ein italienisches Restaurant hinaus! Dazu: Nahkauf verschwindet, da kommt der Budni aus der Langen Reihe Mitte rein (vergrößert sich also) und beim Budni kommt… BLUME 2000 rein. Hey! Ich freu mich! Doch das ist nicht genug: Im ehemaligen Kräuterhaus kommt ein Kaufhaus rein, das Hamburgensien verhökert (endlich! ich als Anwohner möchte endlich Hamburgensien kaufen können!) und im Geburtsthaus von Hans Albers kommt noch ein zusätzliches Restaurant: „Fräulein Fritz“. Gott sei Dank! Und damit bei all diesen Läden das Geschäft brummt, wird am Rande von St. Georg in diesen Tagen ein A&O Hostel mit 2.000 (in Worten: zweitausend!) Betten eröffnet.

  2. Na das ist doch mal ein schöner Beitrag von dir! Subtil kritisch und ironisiert: „der kleine Laden für verführerische Unterwäsche steht für andere aufregende Geschäftsideen zur Verfügung – etwa ein Schuhgeschäft?“ – Hat gleich mal meinen Morgen erheitert. Jedenfalls gruselt es mich jetzt schon davor, welche langweiligen Geschäfte rund um den Hansaplatz Einzug halten werden: Boutiquen, Cafés, Weinlokal etc. – schon bald wird der Hansa-Treff wie ein Relikt aus alten Zeiten einsam dastehen und an das ehemals bunte St. Georg erinnern. Traurig. Wem haben wir das denn zu „verdanken“?

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