Ersatzbänke und Hellinger’s Blechle

Die kunterbunten „Ersatzbänke“ sind inzwischen zum beliebten Fotomotiv in St. Georg geworden. Immer wieder trifft man unverhofft auf eine der zehn schönen, bunten Bänke, geschaffen von der Stadtteilschule Hamburg-Mitte in der Bülaustraße 30 im Rahmen des Projekts „Jugend trifft Kunst“ vom KunstRaum HosenStall e. V.

Mir gefallen diese fröhlich gestalteten Sitzgelegenheiten ja fast besser als die rostigen „Hellinger Bleche“ am Spadenteich: riesige Stahlteile, 24 Stück, die 1987 vom Bildhauer Horst Hellinger vor der Heiligen Dreieinigkeitskirche aufgestellt wurden. Ein Sinnbild für den Niedergang der Werften sollen sie darstellen, denn die Bleche stammen von abgewrackten Schiffen aus dem Hamburger Hafen. Schon 2004 wurde aufs Schönste darüber gestritten, ob sie nicht besser im Bereich des Hafens ein neues Zuhause finden sollten – hier ein Artikel dazu aus dem taz-Archiv: „Prozession der Bleche“ (taz vom 25.05.2004). Zugegeben, sie haben einen gewissen Charme und sind ein wunderbares Fotomotiv.

Allerdings trüben leider das sprießende Unkraut und der sich in den Blechen verfangende Müll den künstlerischen Eindruck. Wie toll würde das Kunstwerk auf einem wirklich großen leeren Platz aussehen, und dann auch noch mit Hafenbezug! Da ist der Gedanke an Marco Polo- oder Magellan-Terrassen gar nicht weit…

Am Spadenteich stattdessen eine Holzbank um den Baum – oh, das wäre schön!
Und wenn man statt der Parkplätze dann noch ein bisschen mehr Grün pflanzen würde – wäre die Spadenteich-Idylle perfekt…  würden die Autofahrer wohl Amok laufen.

 

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