Kunst-Stücke in St. Georg

St Georg Stuehle LangeReihe1 150x150 Kunst Stücke in St. Georg St Georg Stuehle LangeReihe2 150x150 Kunst Stücke in St. Georg St Georg Stuehle LangeReihe3 150x150 Kunst Stücke in St. Georg

Kreatives lässt sich in St. Georg an vielen Ecken finden, in großen Museen und kleinen Galerien, in Ateliers und Büros und manchmal auch draussen. Wo und wie ist ja auch völlig egal – so lange es Spaß macht und irgendwie interessant ist, oder? Hier ein paar Vorschläge für alle, die mal wieder die künstlerische Seite St. Georgs bewundern möchten:

Nach dem auf_hängen kommt die einSICHT

Zumindest in der xpon-art Gallery in der Repsoldstraße 45, die am Donnerstag, 10. April zur Vernissage der Gruppenausstellung “einSICHT” lädt. Ein sehr guter Grund das Münzviertel zu besuchen, denn nach der tollen Ausstellung “auf_hängen”, die nicht nur geköpfte Kuscheltiere zeigte, damit aber immerhin den SPIEGEL aufmerksam machte, bin ich gespannt, was die Besucher dieses Mal in den verwinkelten Räumen erwartet.

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Von Samstag bis Dienstag jeweils von 18 bis 21 Uhr ist die Galerie für Besucher geöffnet. Die Ausstellung “einSICHT” ist vom 10. April bis zum Sonntag, 4. Mai zu sehen.

Der Klassiker: das Haus für Kunst und Handwerk

Immer wieder einen Besuch wert ist die Koppel 66 mit ihren Künstlerateliers. Noch bis zum 5. April kann dort im Rahmen der Ausstellung “Über die Schulter geschaut” sieben Künstlerinnen in der Galerie der GEDOK persönlich bei ihrer Arbeit zugesehen werden. Die Aussstellung endet am 17. April. Dabei sind u.a. Katrin Schober (Keramik), Inge Koch (Radierungen), Dorothee Eymess  und Trude Wendelstein (Schmuck).

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Der Besuch bei den Künstlerinnen lässt sich prima verbinden mit dem “Koppelsamstag” am 5. April, an dem wieder alle Ateliers von 11 bis 18 Uhr geöffnet sind.
Am 11. April ist es dann wieder Zeit für die Frühlingsmesse in der Koppel 66: von Freitag bis Sonntag von 11 – 19 Uhr werden Kunst, Handwerk und Design von rund 60 Ausstellern gezeigt.

Die großen Drei

Kennt fast jeder: Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe und die Deichtorhallen in St. Georgs Westen sind sehr bekannt, groß und renommiert, die wechselnden Ausstellungen aber meistens gerade vorbei, wenn man sie endlich besuchen will. Deshalb zur Erinnerung: “Feuerbachs Musen” in der Kunsthalle noch bis zum 15. Juni, und im MKG  “Mythos Chanel” und “Kleine Welten”, bis zum 18. Mai bzw. 29. Juni. Im Haus der Photographie beginnt die nächste Ausstellung am 11. April: Ute und Werner Mahler, hier ein Vorschauvideo.

Übrigens: Kunst in St. Georg zu finden, dabei hilft GWAI, Hamburgs Kunstnavigator.

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Doch keine U2-Station am Hansaplatz

Mit dem Freibier am Hansabrunnen wird es leider nichts, zumindest nicht vom HVV gesponsert. Die U-Bahn-Station Hansaplatz gibt es zwar  wirklich – aber nicht in Hamburg. Die Berliner sind uns da einen Schritt voraus und haben auf ihrem Hansaplatz bereits 1961 eine U-Bahn-Station eröffnet. Zwischen Spree und Tiergarten liegt der Berliner Hansaplatz, nur eine Station vom Zoo entfernt.

Bahngleise Hansaplatz 300x224 Doch keine U2 Station am Hansaplatz
Die neue Bahn-Station in St. Georg bleibt also ein Aprilscherz, die 300m bis zum Hauptbahnhof müssen weiterhin zu Fuß überwunden werden, um dort in die U- oder S-Bahn zu steigen. Das Feedback auf den Beitrag war riesengroß und reichte von Facebook bis Twitter. Egal ob es die Freude über die neue U-Bahn war oder doch eher über den 1. April-Scherz – Spaß gemacht hat es auf jeden Fall!   140401Tweet zum Hansaplatz 300x159 Doch keine U2 Station am Hansaplatz

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Eröffnung der neuen U2-Station Hansaplatz

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(Nachtrag vom 2. April 14: Achtung, es folgt ein April-Scherz… Viel Spaß!)

Die Busbeschleunigung durch die Lange Reihe wird aktuell stark diskutiert. Kaum Aufsehen erregt hat jedoch die Planung der neuen U-Bahn-Station am Hansaplatz. Still und heimlich ist gebaut worden, so dass die Eröffnung am 5. April kurz bevorsteht. Gestern wurden die neuen Eingänge einer Prüfung unterzogen und erstmals probeweise beleuchtet. Zum Wochenende soll dann endlich alles fertig sein, der erste Zug der Linie U2 direkt unter dem Hansaplatz halten. Eine Punktlandung für den HVV, denn der geplante und der tatsächliche Eröffnungstermin sind absolut identisch. Mit dem neuen Bauabschnitt wird endlich die Lücke zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof geschlossen, was auch für die vielen Hotelgäste in dieser Gegend eine große Erleichterung bedeutet. Ein Segen ist die neue Station auch für Geschäfte und Gastronomie am Hansaplatz, denn Parkplätze sind hier Mangelware.

Der St. Georg-Blog durfte gestern bereits einen Blick in die Station werfen. Schicke, helle Mosaikfliesen wurden für die unterirdische Station gewählt, während überirdisch die Farbe Blau dominiert. Im Design erinnert die Station an die neuen Haltestellen der U4 in der Hafencity: sehr cool, sehr clean – hoffen wir, dass es auch in Zukunft so bleibt…

Hansaplatz Mosaik 6344 300x224 Eröffnung der neuen U2 Station Hansaplatz

Am Freitag, den 4. April öffnen sich die Türen um 9 Uhr, es gibt Freibier direkt am Hansaplatz-Brunnen und Apfelschorle für die Kleinen. Zahlreiche Bahnfans werden erwartet, wenn es heisst “Freie Fahrt  ab Hansaplatz”, um die neue Strecke gleich einmal auszuprobieren.

Hansaplatz neue U Bahn6340 300x224 Eröffnung der neuen U2 Station Hansaplatz

Wir freuen uns sehr auf die neue Haltestelle der U2, die die Fahrt zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof künftig zwar um 3 Minuten verlängern wird, jedoch für Anwohner und Besucher einen direkten Halt mitten im schönen St. Georg ermöglicht.

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Ein Haus verschwindet

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St Georg Lange Reihe 54verschwunden 300x225 Ein Haus verschwindet

Und nicht nur ein Haus: die Buchhandlung Thiede, die Weinhandlung WeinWelten, die Hotel-Pension von Blumfeld. Und nächstes Jahr um diese Zeit wird sich wahrscheinlich kein Mensch mehr daran erinnern können, wie es dort mal aussah und welche Geschäfte es dort gab.

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Wir schreiben das Jahr 2030…

Backwaren14 15 03 3941 300x225 Wir schreiben das Jahr 2030...
…und sitzen in der Langen Bäckerstraße. Kaum zu glauben, dass diese Straße vor knapp 15 Jahren noch Lange Reihe hieß und viele unterschiedliche Geschäfte beherbergte. Reisebüros gab es, Bekleidungsgeschäfte und Drogerien, Blumen und Brillen, Restaurants und Kneipen, ja sogar mehlfreie Lebensmittel konnte man hier kaufen. Nichts von alledem ist geblieben. Tür an Tür reihen sich heute die Bäckereifilialen: Brötchen-Flagshipstores der großen Bäckerkönige, Konditoreihochburgen mit Zuckrig-Sahnigem aller Art, dazwischen billige Selbstbedienungsbäckereien für die zahllosen Hartz 4-Empfänger im Stadtteil. Dazu die fast an jedes Bäckereigeschäft angeschlossene Außengastronomie inmitten der brezelverzierten Bodenpfeiler, die früher mal blaue Linien waren.

PetitsFours 14 01 20 3177 150x150 Wir schreiben das Jahr 2030... Berliner 14 01 20 3172 150x150 Wir schreiben das Jahr 2030... SchwarzwKirsch 14 01 20 3173 150x150 Wir schreiben das Jahr 2030...

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2014,

als die Konditorei Boyens eine winzige Ecke vorn im Lagerhaus anmietete – um nach und nach die Gesamtfläche zu übernehmen. Heute ist das frühere Lagerhaus die Top-Kuchendestination in St. Georg – zusammen natürlich mit dem Gnosa, das sein Tortenangebot daraufhin schleunigst ausbaute und heute über insgesamt 3 Etagen auch nichts anderes mehr anbietet. Selbst mittags werden heutzutage in St. Georg fast ausschließlich Kuchen verzehrt – kein Wunder, denn die wenigen Restaurants, die noch nicht vor der Bäckermafia kapituliert haben, liegen in den Außenbezirken, wo Mieten für gastronomische Flächen noch für unter 150,- Euro/qm zu haben sind.

Wie konnte es so weit kommen?

Warum die Stadt dem Kuchentreiben nicht rechtzeitig ein Ende setzte, das versteht heute niemand mehr. Dass das Hamburger Abendblatt heute als Beilage der Bäckerblume bekannt ist, macht nur noch die Älteren unter uns wehmütig. Und selbst als  die Schulspeisung auf Rosinenschnecken und Donuts umgestellt wurde, blieb der Protest von Bürger- und Einwohnerverein verhalten. Auch der Franzbrötchenboykott im Jahr 2018 verhallte ohne Echo, weil uneinsichtige Streikbrecher ihre zimtigen Einkäufe heimlich in neutralen Tüten nach Hause schmuggelten. Als dann 2021 die Bäckermafia die aufständischen Frisöre St. Georgs mit altem Hartbrot niederschlug, war die Straße verloren, die Umbenennung nur noch Formsache.

Was haben wir damals über Vielfalt spekuliert, haben uns aufgeregt, wenn es wieder einen neuen Frisör gab, wenn ein Drogeriemarkt zwei große Filialen auf der Langen Reihe hatte, wenn ein neuer Imbiss oder ein neues Geschäft für Bekleidung eröffnete.
Klar haben wir die Bäcker auch schon im Auge gehabt, haben bei Facebook geposted und in Kommentaren gelästert, aber dabei immer noch lustig gezwinkert. Selbst den ersten Franzbrötchen Drive-In fanden wir noch cool. Heute würden wir es vielleicht anders machen, vielleicht mal auf ein Croissant verzichten, ein Zitronenröllchen weniger, mal kein belegtes Brötchen, kein Mokka-Baiser – wenn wir das nur gewusst hätten: dass es hier in 15 Jahren nur noch Bäcker gibt.

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